CMD steht für craniomandibuläre Dysfunktion — ein Fehlzusammenspiel von Kiefergelenk, Kaumuskulatur und Zahnkontakten. Die Beschwerden zeigen sich dabei oft weit entfernt vom Kiefer selbst.
Ein kleines Gelenk mit großer Wirkung
Das Kiefergelenk ist eng mit der oberen Halswirbelsäule und der Schädelbasis verbunden. Anhaltende Anspannung — etwa durch nächtliches Zähneknirschen oder Stress — kann sich auf Nackenmuskulatur, Kopfhaltung und sogar das Gleichgewichtssystem auswirken.
Typische Anzeichen
Zu den häufigsten Symptomen zählen Spannungskopfschmerz, Nackenverspannungen, ein Knacken oder Reiben im Kiefergelenk, aber auch Ohrgeräusche (Tinnitus) oder Schwindel. Weil diese Beschwerden so unterschiedlich sind, wird die Ursache im Kiefer häufig erst spät erkannt.
Wie Osteopathie helfen kann
In der Behandlung schaue ich mir das Zusammenspiel von Kiefer, Halswirbelsäule und Schädelbasis an. Sanfte intraorale und äußere Techniken können die Muskelspannung reduzieren und die Beweglichkeit des Gelenks verbessern. Bei begleitendem Zähneknirschen arbeite ich eng mit Zahnärztinnen und Zahnärzten zusammen, etwa bezüglich einer Aufbissschiene.